Hintergrund:

Category Management führt in vielen deutschen Apotheken noch ein Schattendasein. Nur langsam entdecken die Apothekeninhaberinnen und Apothekeninhaber die Möglichkeit durch eine Optimierung der Regal- und Warenpräsentation dem Kunden die Orientierung und die Auswahl des geeigneten Präparats zu erleichtern. Häufig geschieht eine solche Optimierung auf Grundlage von Planogrammen (Platzierungsempfehlungen), die durch die Hersteller oder die Großhändler von Arzneimitteln bereitgestellt werden. Hier besteht die Gefahr, dass die Ersteller der Planogramme eigene Interessen (z.B. Absatzsteigerung der eigenen Produkte) verfolgen. Objektive, anhand von Marktdaten für den jeweiligen Apothekentyp erstellte Planogramme sind daher für jede Apotheke von großem Interesse.

 

Zielsetzung:

Das Ziel des Praxisprojekts war die Entwicklung eines Category-Management-Konzepts für eine bundesweit tätige Apothekenkooperation.

 

Vorgehen bei der Untersuchung:

Der Forschungsansatz bestand aus vier Teilen:

  1. Store-Check in Apotheken zur Erhebung des Status quo im Hinblick auf die Umsetzung von Category Management
  2. Befragung von Apothekeninhabern zur Gestaltung der Warenpräsentation in der Apotheke
  3. Befragung von Apothekenkunden zu Ihrem Einkaufsverhalten und der Wahrnehmung der Warenpräsentation in der Apotheke
  4. Aufbereitung und Analyse der Abverkaufs- und Umsatzdaten der Mitgliedsapotheken der Apothekenkooperation

Aus diesen vier Teilen wurde ein Category-Management-Konzept entwickelt und Planogramme für die einzelnen Indikationsgruppen (Schmerz, Erkältung, …) erstellt. Dieses wurde der Geschäftsleitung der Apothekenkooperation am Firmensitz von den Studierenden präsentiert.